Biodynamische Psychotherapie nach Gerda Boyesen

Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare. (Christian Morgenstern)

Biodynamische Psychotherapie nach Gerda Boyesen Die Biodynamische Psychotherapie und Massagetherapie wurden von der norwegischen Psychologin Gerda Boyesen (1922- 2005) Mitte der 50er Jahre entwickelt.

Es handelt sich um eine tiefenpsychologisch fundierte, körperorientierte Therapieform.

Gerda Boyesen nannte ihre Therapieform "biodynamisch", weil sie damit auf eine Kraft weist, die uns lebendig macht: die Lebensenergie (bios heißt Leben, dynamisch bedeutet kraftvoll, bewegt, lebhaft).

Gerda Boyesen ging davon aus, dass Blockierungen dieser Lebensenergie eine zentrale Rolle bei der Entstehung von körperlichen und psychischen Störungen spielen.

Die Biodynamik ist eine Methode, die uns behutsam einen Zugang in unser Inneres weist. Dabei offenbaren sich  Gefühle, Erkenntnisse, Zusammenhänge und vielleicht völlig neue Wege.

Wir erforschen, was uns vielleicht noch zurückhält, unsere Lebensenergie mit all ihrer Kraft fließen zu lassen: alte Identifikationen, innere Haltungen, frühe negative Erfahrungen, Angst vor Lust....

Wir untersuchen, inwieweit alte Muster noch heute unser Leben beeinflussen und was wir davon für unser weiteres Leben nicht mehr benötigen.

Zu den wichtigsten Entdeckungen von Gerda Boyesen gehört die sogenannte "Psychoperistaltik". Sie beschreibt, dass das Verdauungssystem, der Darm, auch für die Verarbeitung von nervösen Störungen (Stress) eine Schlüsselfunktion spielt.

Für die Arbeit mit dem Körper und mit Berührung spielt das Beachten dieser vegetativen (Verdauungs)-Vorgänge eine wichtige Rolle. Wenn Selbstregulation und Selbstheilung gut funktionieren, stellt sich eine entspannte und weite, friedvoll gelöste und helle Atmosphäre ein.

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Für wen ist das geeignet?

Literaturtipps:

Über den Körper die Seele heilen, Gerda Boyesen, Kösel-Verlag
Biodynamik des Lebens, Gerda und Mona Lisa Boyesen, Synthesis-Verlag